Finanzierung der Renovierungsarbeiten
- Verfasser: Iohan Colarusso
- Anzahl der Kommentare: 0 Kommentare
Sie möchten Renovierungsarbeiten finanzieren wie neuer Fassadenanstrich, Verbesserung der Isolation um Strom zu sparen, Renovation der Heizungs- und Sanitäranlagen etc.?
Grundsätzlich dient die Hypothek zum Erwerb eines Wohneigentums, sie kann jedoch auch zur Abdeckung der Renovierungsarbeiten genutzt werden. Sollte man also die Hypothek oder einen Verbraucherkredit wählen? Welches sind die Vor- und Nachteile jeder dieser Finanzierungen?
Gewährungsbedingungen
Die Bedingungen für die Gewährung sind genauso beschränkt, zwischen der Hypothek oder dem Privatkredit gibt es keine Unterschiede.
Ob es sic hum den Hauptwohnsitz, eine Zweitwohnung oder ein Mietobjekt handelt, die Bedingungen sind die gleichen.
Komplexität der Prozedur und Kosten
Ob die Prozedur einfach oder kompliziert ist, hängt von dem Moment ab, zu dem die Renovierungsarbeiten in Hinsicht auf den Kauf stattfinden.
Zum Zeitpunkt des Kaufs
Zum Zeitpunkt des Kaufs ist es einfacher, eine Hypothek zu beantragen. Sie müssen Ihrer Bank zuerst den Kostenvoranschlag zur Akzeptierung vorlegen und im Anschluss die Rechnungen für die Bezahlung. Wenn die Bank bereit ist, die Hypothek zu akzeptieren, kann Sie dem Antragsteller einen Anteil von ca. 20% an den Kosten auferlegen.
Dieser Anteil kann eventuell mit der 3. Oder 2. Säule finanziert werden, jedoch nicht mit einem Privatkredit. Wenn die Bank diesen Antrag ablehnt, können Sie sich für einen Privatkredit entscheiden.
Nach dem Kauf
Mit einer Hypothek wird die Prozedur hier komplizierter. Sie müssen folgende Schritte unternehmen:
- Der Bank beweisen, dass diese Arbeiten einen Mehrwert für Ihr Wohneigentum darstellen
- Anschliessend bei einem Notar einen Schuldbrief erstellen, was erhebliche Kosten mit sich bringt
Die Hypothek darf zudem nicht das Limit erreichen, da Sie sonst eine Absage erhalten.
In diesem Fall ist ein Verbraucherkredit also die einfachste und kostengünstigste Lösung, vorausgesetzt das das Budget das Maximum von 250’000 CHF nicht überschreitet. Für diese Finanzierung brauchen Sie keine Belege vorweisen.
Zinsen und Dauer der Rückzahlung
Die Zinsen der Hypotheken schwanken im Durchschnitt zwischen 1.5% und 3%, je nach Dauer und Bank. Im Vergleich zu einem Privatkredit, dessen Zinsen zwischen 5.9% und 15% liegen, sind die Hypothekarzinsen wesentlich günstiger.
Auf den ersten Blick erscheinen die Hypothekarzinsen vorteilhafter, aber nur wenn sie für die gleiche Laufzeit wie für einen Privatkredit gelten, und dies ist nicht der Fall!
Die Dauer der Rückzahlung einer Hypothek hat kein Limit, sie kann sich auf Jahrzehnte, manchmal sogar auf das gesamte Leben erstrecken. Für den Privatkredit gilt bei den meisten Unternehmen eine maximale Laufzeit von 84 Monaten, dass äusserste Limit liegt bei 10 Jahren.
Wenn man alles zusammenrechnet, würden Sie in den meisten Fällen mehr Zinsen mit einer Hypothek als mit einem Kredit bezahlen, das die Dauer der Rückzahlung länger ist.
Steuerliche Vorteile
Die steuerlichen Vorteile sind für den Kredit und die Hypothek die gleichen, Sie können in beiden Fällen den jährlichen Zinsbetrag von Ihrer Steuer abziehen.
Zusammenfassung
Zum Zeitpunkt des Kaufs eines Wohneigentums ist die Hypothek für Renovierungsarbeiten besser, die Prozedur ist einfacher.
Nehmen Sie sich jedoch trotzdem die Zeit auszurechnen, wieviel Zinsen sie während der Laufzeit zahlen und vergleichen Sie diese mit denen des Kredits. Vielleicht entscheiden Sie sich im Anschluss eher für einen Kredit.
Nach dem Kauf eines Wohneigentums ist die einfachere und günstigere Lösung ohne Zweifel der Privatkredit.
- Kategorien : Verbraucherkredit